100 Kilogramm Cannabis vom Markt genommen

100 Kilogramm Cannabis vom Markt genommen | Strafrecht Dortmund | Rechtsanwalt Jens Jeromin
Quelle: Mittelrhein-Verlag GmbH | 100 Kilogramm Cannabis vom Markt genommen

Cannabis bleibt trotz Legalisierungsdebatte ein lukratives Geschäft für organisierte Banden. Ein Verfahren vor dem Landgericht Bad Kreuznach zeigt, in welchem Umfang Cannabis mittlerweile illegal angebaut und gehandelt wird – und welche Rolle eine sorgfältige Verteidigung in solchen Großverfahren spielt.

Worum es in dem Verfahren ging:

Vor der 5. Strafkammer (Jugendkammer) des Landgerichts Bad Kreuznach musste sich eine Gruppe von neun Angeklagten wegen gemeinschaftlichen, bandenmäßigen Handels mit Cannabis in nicht geringer Menge verantworten. Der Staatsanwaltschaft zufolge sollen die Angeklagten zwischen Frühjahr 2024 und Ende Januar 2025 in insgesamt fünf Indoor-Plantagen – drei in Idar-Oberstein, eine in Hahnenbach und eine in Bellheim – rund 100 Kilogramm Cannabis angebaut haben. Das Rauschgift war zum gewinnbringenden Weiterverkauf bestimmt. Der Prozess begann im August 2025 und zog sich über zahlreiche Fortsetzungstermine bis in den November.

Warum solche Verfahren zunehmen

Cannabis ist trotz Teillegalisierung weiterhin stark nachgefragt – ein Umstand, der kriminelle Strukturen dazu motiviert, das Rauschmittel im großen Stil illegal anzubauen, statt es über legale Kanäle zu vertreiben. Ermittlungsbehörden gehen zunehmend konsequent gegen solche bandenmäßig organisierten Anbau- und Vertriebsstrukturen vor, was sich auch im Umfang und der Dauer dieses Verfahrens widerspiegelt.

Die Verteidigung

In diesem Verfahren war Rechtsanwalt Jens Jeromin als Verteidiger tätig. Gerade in umfangreichen BtMG-Verfahren mit mehreren Angeklagten kommt es entscheidend darauf an, die individuelle Beweislage jedes Mandanten differenziert zu prüfen, statt Vorwürfe pauschal zu bewerten.

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